Schneeinfo

Aktuelle Informationen zur Schneelage in der Schweiz. [ weiter ]

Schneehöhe

Aktuelle Informationen zur Schneehöhe in der Schweiz. [ weiter ]

Strassenzustand GR

Aktueller Strassenzustand für den Kanton Graubünden. [ weiter ]

METEOFON

METEOFON - 0900 57 61 52 Ruf Dein Wetter heute an! (3.13/Min ab Festnetz) [ weiter ]

Schneehoehen

Technisches Know-how für Schweizer Schneemacher

Natürliche Ressourcen schonen, Energie- und Wasserverbrauch senken und Schneequalität steigern sind die Ziele moderner Beschneiung. Forscher unterstützen Schweizer Skigebiete dabei, diese Herausforderungen zu meistern.

Beschneiiungsanlagen neben der Skipiste sind in den Alpen kein ungewöhnliches Bild.
Bild: CanStockPhoto

Die vergangenen Winter waren für viele Schweizer Skisportgebiete unerfreulich. Wenig Schnee und damit weniger Touristen, dafür finanzielle Verluste für Bergbahnen, Hotels und Restaurants. «Im Engadin fiel letztes Jahr bis im März fast kein Schnee», erzählt Hansueli Rhyner, Leiter der Gruppe Schneesport am SLF in Davos. «Die Abhängigkeit von Beschneiungstechnik hat stark zugenommen.»

Rhyner und sein Team forschen seit vielen Jahren an technischen Innovationen für Schneesportgebiete. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Beschneiungsanlagen, wie die «Schneekanonen» im Fachjargon heissen. Mit den ersten Anlagen wurde Wasser durch feine Düsen in die kalte Luft gesprüht, damit dieses gefror und als Schnee zu Boden fiel. «Das funktionierte jedoch nur, wenn die Temperaturen auf minus 7°C bis minus 12°C sanken.» Später entwickelten Forscher die so genannte Nukleationstechnik. Dazu wird Wasser zusammen mit Luft unter hohem Druck durch kleine Düsen geblasen. Dabei entstehen innert Millisekunden winzige Eiskörner, die als Kristallisationskeime dienen. Sobald die Kristallisationskeime auf die Wassertropfen treffen, die aus den Wasserdüsen gesprüht werden, fangen diese an zu gefrieren. Mit dieser Technik kann man selbst bei Temperaturen von minus 2°C bis minus 3°C beschneien.
 
Beschneien ohne Strom
 
Eine solche Schneilanze produziert bei idealen Bedingungen 50 bis 70 Kubikmeter Schnee pro Stunde. Die Druckluft wird über einen Kompressor hergestellt, wofür viel Strom aufgewendet wird. Rhyner und sein Team haben deshalb mit der Fachhochschule Nordwestschweiz und Industriepartnern in den letzten Jahren eine Beschneiungsanlage entwickelt, die mit 80 Prozent weniger Druckluft auskommt und dadurch nur noch 0.75 KW/h Strom anstelle von 4.5KW/h verbraucht. [weiter]