Wetterfroscher

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Wetterlexikon

Woher weiss eine Blüte, dass es Frühling ist?

Werden die Tage länger und das Wetter wärmer, ist der Frühling gekommen. Woher wissen aber Pflanzen, dass es Frühling und somit Zeit zum Blühen ist?

Pflanzen müssen merken, wann es Frühling ist, damit sie zur richtigen Zeit blühen.
Bild: CanStockPhoto

Im Gegensatz zu uns Menschen, können Pflanzen nicht einfach auf einen Kalender schauen, um zu sehen, wann der Frühling beginnt. Dass die Pflanzen trotzdem merken, wann der richtige Zeitpunkt zum Blühen ist, liegt an verschiedenen Faktoren, die je nach Pflanze einzeln oder in Kombination miteinander wirken.

Das innere Thermometer


Für eine Pflanze sind die Umweltbedingungen, die sie verspürt, sehr wichtig für die Erkennung der Jahreszeiten. Die zwei wichtigsten Faktoren dabei sind die Umgebungstemperatur und die Tageslänge.


Blüten treiben im Frühling aus, da die Pflanzen spüren, dass es wärmer wird. Meistens reichen jedoch kurzfristig höhere Temperaturen für die Blüte nicht aus, denn sonst könnte ein sehr warmer Tag im Winter bereits bewirken, dass die Pflanzen blühen. Während des Rests der kühlen Wintersaison würden die Blüten dann erfrieren. Um genauer bestimmen zu können, ob der Frühling wirklich begonnen hat, besitzen manche Pflanzen eine Art inneren Zähler. Damit können sie die Anzahl warmer Tage zusammenzählen und so bestimmen, ob der Frühling bereits eingesetzt hat oder ob es noch zu früh zum Blühen ist. Interessanterweise benötigen manche Pflanzen, wie z. B. das Schneeglöckchen, eine Kälteperiode, um ihre Blüten überhaupt erst anzulegen. Sie müssen sozusagen sicher sein, dass der Winter schon da war, denn ohne Winter kein Frühling.

Aber dieser innere Zähler ist für die Bestimmung des Frühlingsbeginns nicht immer ausreichend. [weiter]

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