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Wetterlexikon

Wie die Arktis rasch an Eis verliert

Natürliche Faktoren haben den Eisschwund im Arktischen Ozean schneller gemacht, als es die Erderwärmung alleine vermocht hätte. Wissenschafter sprechen bereits von der «Atlantifizierung» der Arktis.

Wissenschafter der Nasa-Mission Icescape nehmen in der Arktis Proben. (Bild: NASA Goddard Space Flight Center, Kathryn Hansen via flickr.com / CC BY 2.0)

Die Eisschollen im Arktischen Ozean sind in den letzten vierzig Jahren stetig dünner geworden. Auch ihre Fläche hat immer weiter abgenommen – vor allem im Sommer. Klimaforscher sehen eine Ursache dafür in der globalen Erwärmung, die von emittierten Treibhausgasen angetrieben wird. Dies, zumal die Temperaturen rings um den Nordpol besonders stark gestiegen sind.

Überraschenderweise ging das arktische Meereis in den letzten Jahren allerdings schneller zurück als in Klimasimulationen vorhergesagt. Das bedeutet aber vermutlich nicht, dass die Forscher den Wandel unterschätzten, den die Menschen verursachen. Vielmehr haben offenbar natürliche Faktoren den Schwund der Eisschollen beschleunigt. Diesen Schluss legen gleich mehrere aktuelle Studien nahe.

«Atlantifizierung» der Arktis

Besonders stark ausgeprägt war der Eisrückgang im Winter in der Barentssee zwischen Spitzbergen, der skandinavischen Halbinsel und der Doppelinsel Nowaja Semlja. Ein Team um Dawei Li von der Princeton University hat untersucht, warum dort gemäss Messungen seit 1979 wesentlich rascher Eis verloren ging als in Klimasimulationen. [weiter]

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