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Klima

Der Klimawandel als Triebkraft gesellschaftlicher Umwälzungen

Das 6. Jahrhundert nach Christus war von gesellschaftlichen Umbrüchen und Völkerwanderungen geprägt. Baumringanalysen zeigen nun, dass dies mit einem signifikanten Temperatureinbruch einherging.

Neue Jahrringmessungen aus dem russischen Altai-Gebirge deuten auf eine drastische Kälteperiode vor 1500 Jahren hin. (Bild: Vladimir S. Myglan / WSL)

Eine anhaltende Abkühlung des Klimas könnte jene gravierenden sozialen Umwälzungen verstärkt oder sogar mitausgelöst haben, die im sechsten und siebten Jahrhundert nach Christus die Geschichte Europas und Asiens prägten: Damals häuften sich in vielen Regionen Missernten und Hungersnöte, die Pest raffte die Bevölkerungen ganzer Landstriche dahin. Das Römische Reich zerfiel, und in die von den Römern verlassenen Gebiete im Osten Europas wanderten Siedler aus den Karpaten ein. Im Mittelmeerraum gewann der Islam an Einfluss. Diese Ereignisse bringt ein interdisziplinäres Team aus Klimatologen, Historikern und Sprachwissenschaftern unter Leitung von Ulf Büntgen von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) nun mit drastischen klimatischen Veränderungen in Zusammenhang, einer «spätantiken Kleinen Eiszeit». Diese haben die Wissenschafter mittels neuer, äusserst präziser Baumringanalysen dingfest gemacht.

Wo sich Alpen und Altai ähneln

Büntgen ist Dendrochronologe und als solcher spezialisiert auf diejenigen Spuren, die Klimaschwankungen in den Jahresringen von Bäumen hinterlassen: In warmen Sommern bilden diese dickere Jahresringe aus, während sich kühle Perioden durch langsameres Wachstum der Ringe in der Struktur des Stammes abzeichnen. [weiter]