Lawinen
Entstehung von Nassschneelawinen
Der Frühling ist Nassschneelawinensaison. Nassschneelawinen folgen typischerweise einer Periode hoher Lufttemperatur (über Null Grad) und starker Strahlung im Frühling oder lösen sich während Regenfällen (auch im Hochwinter). Sie können Infrastruktur, Siedlungsraum und auch Menschen in den Bergen gefährden.
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Nassschneelawinen am Dorfberg oberhalb von Davos |
Ungefähr jeder zehnte tödliche Lawinenunfall in den Schweizer Alpen wird durch eine Nassschneelawine verursacht. Im Unterschied zu Lawinen aus trockenem Schnee entstehen Nassschneelawinen meist spontan; künstliche Auslösungen (z. B. durch Skifahrer) sind eher selten und Lawinensprengungen generell weniger Erfolg versprechend.
Die Mechanismen, die zur Entstehung von Nassschneelawinen führen, sind bis heute nur wenig erforscht. Klar ist, dass das Eindringen von Schmelz- bzw. Regenwasser und seine Wechselwirkung mit der umgebenden Schneedecke deren Stabilität bestimmen. Um den Abgangszeitpunkt und die Grösse von Nassschneelawinen abschätzen zu können, müssen sowohl die meteorologischen Bedingungen als auch der Schneedeckenzustand berücksichtigt werden. Messungen der Schneedeckeneigenschaften sind schwierig, da sich diese schnell verändern, wenn Wasser eindringt. Die instabilen Verhältnisse, die daraus resultieren, dauern oft nur kurz an, und es kann je nach Exposition, Neigung und Höhenlage markante Unterschiede geben. [ weiter ]




